Biometrische Passbilder kurz erklärt

biometrische Passbilder Kristina Bruns - Fotografin mit Fotostudio in Witten

Oft werde ich von meinen Kunden, welche Passbilder benötigen, gefragt: „Was ist das eigentlich – biometrisch?“
Ich versuche Ihnen hier eine kurze Erklärung (anhand von Wikipedia) zu geben und welche Voraussetzungen ein solches Foto erfüllen muss.

Biometrie

Die Biometrie (auch Biometrik – von altgriechisch βίος bíos „Leben“ und μέτρον métron „Maß, Maßstab“) ist eine Wissenschaft,
die sich mit Messungen an Lebewesen und den dazu erforderlichen Mess- und Auswerteverfahren beschäftigt.
Je nach Anwendungsbereich gibt es unterschiedliche Detaildefinitionen.
Christoph Bernoulli benutzte 1841 als einer der ersten Wissenschaftler
den Begriff Biometrie in einer wörtlichen Interpretation für die Messung und statistische Auswertung der menschlichen Lebensdauer.
Der Begriff der Biometrie besitzt die zwei Facetten der biometrischen Statistik und der biometrischen Erkennungsverfahren,
die auch in der Praxis getrennt sind. Bei biometrischer Statistik geht es um die Entwicklung und Anwendung statistischer Methoden zur Auswertung von Messungen aller Art
an lebenden Wesen. Sie wird intensiv von allen Lebenswissenschaften genutzt. Wegbereiter der wissenschaftlichen Methodik war Karl Pearson (1857–1936). In diesem Kontext wird Biometrie auch als Synonym für Biostatistik verwendet.
Als Erkennungsverfahren setzte man schon früh die Biometrie zur Personenidentifikation ein. So entwickelte Alphonse Bertillon 1879 ein später Bertillonage genanntes System zur Identitätsfeststellung, das auf 11 Körperlängenmaßen basierte (Anthropometrie). 1892 legte Francis Galton den wissenschaftlichen Grundstein für die Nutzung des Fingerabdrucks(Daktyloskopie).
Heute definiert man Biometrie im Bereich der Personenerkennung auch als automatisierte Erkennung von Individuen, basierend auf ihren Verhaltens- und biologischen Charakteristika.

Biometrische Passbilder

Die Biometrietauglichkeit setzt bestimmte Anforderungen für Passbilder vorraus.
Um als ein biometrisches Passbild für offizielle Ausweisdokumente akzeptiert zu werden, ist eine Passfotogröße von 3,5×4,5cm vom Gesetztgeber vorgeschrieben.
Das Bild muss ohne Rand aufgenommen werden. Die Gesichtshöhe muss von der Kinnlinie bis zur Kopfoberkante ca. 70 bis 80 Prozent des Bildes betragen
und darf nicht angeschnitten werden.

Um eine automatische Identifikation durchführen zu können, müssen auch Teile der Frisur, des Oberkörpers und Hintergrundes zu erkenne sein.
Demnach beträgt die optimale Gesichtshöhe 3,2 – 3,6 cm, kleinere Abweichungen werden aber toleriert.
Ein Professioneller Fotograf hat eine Schablone der Bundesdruckerei zur Hand, mit welcher ehr exakt messen kann, ob ein erstelltes Foto biometrietauglich ist.
Mit einer solchen Maske kann festgestellt werden ob die gesichtshöhe, Position der augen Kinnlinie usw. stimmen.

Bei Brillenträgern hat sich – wenn die Brillenränder zu starke Schatten werfen oder doch spiegeln sollten – bewährt zwei Bilder mit und zwei ohne zu erstellen,
damit beim Amt entschieden werden kann, welches Bild genommen wird.
In Witten sollen Passbilder bisher als Fotoabzug abgegeben werden. Diese lasse ich außerdem ungeschnitten,
damit die Passbilder ohne Probleme eingescannt werden können.

Biometrische Passbilder werden für folgende Dokumnete benötigt:

  • Personalausweis
  • Reisepass
  • Führerschein
  • teilweise für Krankenkassen
  • schwergeschädigten Ausweis
  • Anträge zur Einbürgerung
  • einige Vereine fordern ebenfalls biometrische Fotos

 

Nachstehend finden Sie eine Abbildung, welche zeigt, wie biometrische Passbilder aufgebaut sein sollen.

 

 

 

 

 

 

Ich hoffe, Ihnen mit diesem Artikel geholfen zu haben und freue mich, wenn Sie für Ihre nächsten Passbilder zu mir ins Studio kommen.

— Veröffentlicht am 18. April 2019 at 17:00