Praktikumsbericht: Witten aus der Ameisensicht

Aus Sicht einer Ameise

Der heutige Tag gestaltet sich durch eine Tour durchs herbstliche Witten unter dem Motto: „Witten aus der Ameisensicht“. Der Tipp von Kristina: „Ich gebe keine Tipps, lass dir etwas einfallen!“ Und so begebe ich mich, mit nichts als meiner schlichten Digitalkamera bewaffnet und Musik auf den Ohren hinaus in die Kälte, um mir etwas einfallen zu lassen, die Stadt zu durchstreifen auf der Suche nach einem Motiv.

Ich brauche leider relativ lange fürs Suchen und als mir die Finger beinahe steifgefroren sind, finde ich schließlich einen Ort, der mir für mein Vorhaben angemessen zu sein scheint und als hätte der Himmel mein stummes Flehen erhört, lugt auch die Sonne endlich zwischen den Dächern der Häuser hervor und gibt gnädigerweise ihr Bestes.

Ich überlege also: Wenn ich eine Ameise wäre, dann wäre ich wohl ziemlich klein. Die Welt wäre vielleicht dieselbe, doch sie hielte mehr Gefahren und viel mehr Wege, die ich zurücklegen muss für mich bereit. Ich würde auf die höchsten Bäume klettern und mir diese riesige Welt von oben ansehen. (Wobei natürlich auch schon ein Ast ein Baum sein könnte, wenn man so winzig ist!) Und somit steht mein Entschluss fest. Wenn die Dinge für eine Ameise doch so gigantisch sind, muss ich das auch darstellen können. Ich fotografiere also von unten nach oben, um zu zeigen, was ich meine und – wow! Wenn ich eine Ameise wäre, wäre ich doch lieber wieder ich!

Zurück im Studio bin ich dann doch recht froh darüber, das ich meine Finger noch spüren kann und ich mache mich an die Arbeit. Ich bewerte also meine Bilder, spreche mit Kristina durch, was es noch zu verbessern gilt und letztendlich beginne ich damit das Resultat meiner kleinen Reise zu bearbeiten. Als ich damit fertig bin, warten schon neue Aufgaben auf mich und nun bleibt mir nur noch zu sagen: Es ist nie zu kalt draußen, um schöne Fotos zu machen. Auch wenn es sich zuerst nach dem Gegenteil anfühlt!

Einige Fotos zu dieser Tour können Sie sich hier in der Galerie ansehen.

— Veröffentlicht am 28. September 2015 at 16:20