Henrichshütte Hattingen- Fotostudio Witten unterwegs

Fotografin für Portraitfotografie mit Fotostudio in Witten Herbede

Ausflug zur Henrichshütte Hattingen

Die strahlende Sonne am letzten Wochenende musste genutzt werden! Also machten wir uns nach dem Frühstück direkt zur Henrichshütte in Hattingen auf.

Das Hüttenwerk wurde 1854 gegründet und erhielt seinen Namen nach Graf Henrich zu Stolberg-Werningerode. Die Henrichshütte, mit dem ältesten Hochofen des Ruhrgebiets, galt als traditionsreichstes Hüttenwerk im Ruhrgebiet. So wurde z.B. der Name trotz wechselnder Eigentümer stets beibehalten.

Bis 2004 wurde hier noch die größte Schmiede Europas betrieben.

Ab 1987 wurde die Henrichshütte stillgelegt und seit 1989 gehört sie zu den Museen des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL).

Nach der Stilllegung folgten die Abrisse des Gasometer (1994), des 60m hohe Gebäudes des Blasstahlwerkes (2005) und eines Schornsteins (2007). 2008 detonierte auf dem Gelände bei Baggerarbeiten zwischen der Gebläsehalle und dem Satcom-Turm eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, welche 17 Verletzte und Beschädigungen an den umliegenden Gebäuden zur Folge hatte.

Das Museum erstreckt sich über große Teile des ehemaligen Hüttengeländes. Hier kann man von März bis September die Schaugiesserei besuchen oder an bestimmten Tagen an Führungen in den ehemaligen Luftschutzbunker teilnehmen.

Zuerst schauten wir uns die Ausstellung „Licht über Hamborn“ von Herbert List (1903-1975) an, welcher als erster deutscher Fotograf assoziiertes Mitglied der renommierten Agentur „Magnum“ wurde. Er hielt die Bilder dieser Ausstellung von 1954 bis 1959 in insgesamt vier Kampagnen in Duisburg-Hamborn für die August Thyssen-Hütte fest. Die Ausstellung zeigt (in der Henrichshütte noch bis zum 14.04.2015) Bilder aus dem Stahlwerk Duisburg-Hamborn. Die schwarz-weiss Fotografien dokumentieren Arbeitsvorgänge, Bauten aber auch eindrucksvolle Portraitaufnahmen von Arbeitern.

Auf dem Freigelände besichtigten wir die Gleisanlagen, das Labor und die Erzbrücke. Durch das „Erzkabinett“ ging es dann wieder aufs untere Gelände Richtung Hochofen.

In drei Stunden entstanden bei strahlend blauem Himmel ca. 280 Fotos von Rost, Hochofen, Treppen, Gängen, Türen die ins nichts führen, Schaltinstrumenten, noch mehr Rost, Gleisanlagen, Förderbändern und weiterem Rost.

Nach Abschluss des Museumsbesuchs konnten wir es uns dann nicht nehmen lassen, noch einen Geocache in der Nähe des Geländes zu suchen und zu finden.

Es war ein schöner Sonntag mit vielen tollen Bildern.

 

Falls auch Sie einmal das LWL-Museum Henrichshütte besuchen wollen, finden sie hier alle wichtigen Informationen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß.

 

 

 

— Veröffentlicht am 11. März 2015 at 11:27