Die drei im Studio

Die drei im Studio

Ausgabe eins (und vielleicht auch die letzte in der Kombination) der drei im Studio:

Beleuchtungen in der Portraitfotografie

Falls Sie nächstes Mal beim Geschpräch zwischen zwei Fotografen mehr verstehen wollen oder einfach mal im Fach-jargon schwätzen, haben wir drei Praktikanten Ihnen eine kleine Liste an Belichtungsmöglichkeiten zusammengestellt, die wir gestern persönlich angewandt und ausgetestet haben.

Drei allgemeine Einstellungen stehen mit zwei Lampen (im Fall des Fotostudios Softbox und Schirm) zur Verfügung.
Klassik: die Zangenbeleuchtung. Das Model wird praktisch von beiden Lampen „in die Zange genommen“ und komplett ausbeleuchtet.
Ähnlich funktioniert die Schmetterlingsbeleuchtung (für diejenigen, die noch mehr angeben wollen: Butterfly), wo die Lampen auf einer Linie neben dem Model stehen und das Gesicht von beiden Seiten ausbeleuchten. Unterschied: es fällt ein Schatten genau mittig über Nasenrücken bis Kinn, der mit Fantasie als Körper eines Schmetterlings gesehen werden kann.
Letzte ist die Rembrandtbeleuchtung, mit der wir aufgrund der interessanten Effekte fast ausschließlich gearbeitet haben. Wieso Rembrandt, fragen Sie sich? Das liegt daran, dass er durch seiner Malweise mit extremen Licht- und Schattenverhältnissen spielte. Es wird also nur eine Lampe, bei uns die Softbox durch ihr weiches Licht, gebraucht, die sehr dicht und seitlich neben das Model plaziert wird.
Effekt ist, je nach Pose des Models, dass die hintere Gesichtshälfte ins Dunkel fällt und im Hintergrund verschwindet. Lediglich ein Lichtdreieck fällt auf die Wange und gleicht dutzenden Portraits des Künstlers.
Schauen Sie gerne nach.

 

Weiter erzählen Ihnen Praktikant/-in Angelina und Felix, wie sie sich mit der Aufgabe gefühlt haben und damit umgegangen sind.

 

Als mir Kristina am Morgen gesagt hat was wir machen, hab ich mir erst mal so gedacht: „Oh mein Gott, wie soll ich das machen?“ Ich bin nämlich jemand der nie Ahnung hat wie man sich auf Fotos hinstellen soll und vorallem nicht wohin mit den Händen. Und dann auch noch für die anderen was zu suchen war schon echt schwer. Deshalb war ich auch froh, dass wir oben genug Zeit hatten um uns was im Internet rauszusuchen.
Am einfachsten war es für mich, etwas für Paulina rauszusuchen, da man echt viele Fotos von Mädchen und Frauen findet. Schwerer war es dann bei Felix, wo ich echt lange brauchte etwas gutes zu finden.
Ich fand das Fotografieren echt gut, da ich das erste mal Fotos von Leuten machen konnte und genau sagen, wie sie sich hinstellen sollen. Das Spannenste war es für mich, die Fotos mit Photoshop zu bearbeiten, da ich bis zu dem Zeitpunkt noch nie damit gearbeitet hatte und Paulina mir erst mal einiges erklären musste. Am Ende hab ich es dann hoffentlich doch ganz gut hinbekommen.

 

Erstmal hat jeder für sich selbst ein paar Posen und die dazugehörige Lichtsetzung aus dem Internet rausgesucht. Diese gingen wir dann mit Kristina noch einmal durch und besprachen wie oder ob die Bilder im Fotostudio realisierbar sind. Im Studio war man mit der Kamera auf sich allein gestellt, allerdings bekam ich auch immer wieder ein paar Tipps von den anderen Praktikanten.
Für mich war es ziemlich ungewohnt dem Model Anweisungen zu geben, da ich das, wenn ich Bilder von Freunden oder Verwandten mache, normalerweise auch nicht tue.
Nachdem die Fotos gemacht wurden, setzten wir uns, wie Angelina bereits angesprochen hat, vor den Computer und jeder bearbeitete seine Bilder. Auch hier bekam man hin und wieder Tipps, doch versuchte eigentlich selbstständig auf Fehler aufmerksam zu werden un diese zu korrigieren.
Insgesamt hat mir diese erste Erfahrung als Fotograf im Studio viel Spaß gemacht und und ich habe auch einiges gelernt.

Wir hoffen, Sie haben durch den kleinen Beitrag etwas neues gelernt und fühlen sich vielleicht sogar ermutigt, hier im Studio selbst Portraits von sich machen zu lassen.

Beispiele sehen Sie in der Galerie – viel Spaß!

— Veröffentlicht am 12. September 2017 at 14:06